Tinnitus - ein Symptom, bei dem der Betroffene Geräusche wahrnimmt, denen keine äußeren Schallquellen zugeordnet werden können - betrifft bis zu 50 Millionen Menschen in Europa.  Die Mehrzahl der von Tinnitus betroffenen Patienten kann auf Dauer die Ohrgeräusche gut kompensieren und leidet unter keiner oder lediglich einer geringen Einschränkung der Lebensqualität, etwa 2 bis 3 % der Bevölkerung jedoch bleiben in ihrer Lebensqualität durch den Tinnitus beeinträchtigt.

Allerdings rückt das Symptom Tinnitus nun verstärkt in den Focus der Öffentlichkeit. Unter dem europäischen Förderprogramm Horizon2020 unterstützt die Europäische Union inzwischen drei Projekte - TINNET, ESIT und TIN-ACT, die zum Ziel haben, die Behandlungsmöglichkeiten zu verbessern und so die Lebensqualität der von Tinnitus betroffenen Menschen zu steigern.

Ein im Dezember 2017 in den University World News (in englischer Sprache) erschienener Artikel Horizon2020 backs major push to tackle tinnitus wird als European Top Story geführt!

http://www.universityworldnews.com/article.php?story=20171215131445842#.WjZ73t6N7uM.email

Weihnachtsgre klein

Das Tinnituszentrum Regensburg wünscht ein wundervolles Weihnachtsfest, ein paar erholsame Feiertage und einen guten Rutsch ins Neue Jahr 2018!

One postdoctoral position and one PhD position are available to study tinnitus in a newly established Emmy-Noether research group ("From acute to chronic tinnitus - which signatures in brain activity make tinnitus persistent?") led by Dr. Nadia Mueller-Voggel and located at the MEG lab at the University Hospital of Erlangen, Germany... [zum Stellenangebot]

Trotz zahlreicher Studien gibt es für die Behandlung des Tinnitus nach wie vor kein einheitliches Therapiekonzept. Am Tinnituszentrum Regensburg erfolgt die Betreuung von Tinnituspatienten unter Einbeziehung verschiedener Fachrichtungen... [weiterlesen]

Tinnituspatienten hören Töne, die es gar nicht gibt. Unablässig piept, summt oder pfeift es in ihrem Ohr. Für viele Betroffene ist der Gedanke, für immer mit dem zermürbenden Dauergeräusch leben zu müssen, schier unerträglich. Das Regensburger Tinnitus-Zentrum ist in der Erforschung der Krankheit führend. Die dortigen Fachärzte machen Erkrankten Mut, denn: Tinnitus kann heute - im Gegensatz zu früher - gut behandelt werden. Mehr lesen

Prof. Dr. Berthold Langguth, Chefarzt an der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universität Regensburg am Bezirksklinikum, und Leiter des Tinnituszentrum Regensburg, war am Mittwoch, 21.07.2016 zu Gast in der Abendschau des Bayerischen Rundfunks.

Beitrag ansehen

Nachdem die Ursache für die Entstehung des Tinnitus lange Zeit weitgehend unbekannt war, verlief auch die Entwicklung neuer Therapien sehr schleppend. Seit etwa 10 Jahren jedoch befasst man sich intensiver mit dem Krankheitsbild des Tinnitus. So weiß man inzwischen, dass das Tinnitusgeräusch - dessen Ausprägung die gesamte Geräuschpalette vom Summen, Pfeifen, Grillen über das Rauschen eines Wasserfalls bis hin zum Geräusch eines startenden Düsenjets umfasst – im Gehirn erzeugt wird. Das für die Hörverarbeitung zuständige Gehirnareal, der auditorische Kortex, zeigt im Vergleich zu Gesunden bei Tinnituspatienten eine gesteigerte Aktivität.
Es gibt vielfältige Auslöser für den Tinnitus. Sehr häufig entsteht er als Folge von Hörstörungen, von denen viele oft gut behandelt werden können. Im multidisziplinären Tinnituszentrum Regensburg arbeiten u.a. Ärzte und Wissenschaftler aus der HNO, der Psychiatrie und Neurologie eng zusammen, um den Tinnitus der rund 4 Millionen davon betroffenen Menschen in Deutschland erträglicher zu machen.

Vor mehreren Monaten haben das Institut für Datenbanken und Informationssysteme (DBIS), Universität Ulm und die Tinnitus Research Initiative (TRI) das Forschungsprojekt TrackYourTinnitus gestartet. Ziel dieses interdisziplinären Projekts ist es, die individuellen Schwankungen der Tinnituswahrnehmung mittels einer Smartphone App zu erfassen. zum Artikel

Link to TrackYourTinnitus
http://www.trackyourtinnitus.org
Link ti iTunes
iTunes® App StoreSM
Link to Google Play
Google PlayTM Store
Apple, das Apple Logo, und iTunes sind in U.S.A. und anderen Ländern eingetragene Warenzeichen der Apple Inc.. Google Play ist ein Warenzeichen der Google Inc..