One postdoctoral position and one PhD position are available to study tinnitus in a newly established Emmy-Noether research group ("From acute to chronic tinnitus - which signatures in brain activity make tinnitus persistent?") led by Dr. Nadia Mueller-Voggel and located at the MEG lab at the University Hospital of Erlangen, Germany... [zum Stellenangebot]

Trotz zahlreicher Studien gibt es für die Behandlung des Tinnitus nach wie vor kein einheitliches Therapiekonzept. Am Tinnituszentrum Regensburg erfolgt die Betreuung von Tinnituspatienten unter Einbeziehung verschiedener Fachrichtungen... [weiterlesen]

Tinnituspatienten hören Töne, die es gar nicht gibt. Unablässig piept, summt oder pfeift es in ihrem Ohr. Für viele Betroffene ist der Gedanke, für immer mit dem zermürbenden Dauergeräusch leben zu müssen, schier unerträglich. Das Regensburger Tinnitus-Zentrum ist in der Erforschung der Krankheit führend. Die dortigen Fachärzte machen Erkrankten Mut, denn: Tinnitus kann heute - im Gegensatz zu früher - gut behandelt werden. Mehr lesen

Prof. Dr. Berthold Langguth, Chefarzt an der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universität Regensburg am Bezirksklinikum, und Leiter des Tinnituszentrum Regensburg, war am Mittwoch, 21.07.2016 zu Gast in der Abendschau des Bayerischen Rundfunks.

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Nachdem die Ursache für die Entstehung des Tinnitus lange Zeit weitgehend unbekannt war, verlief auch die Entwicklung neuer Therapien sehr schleppend. Seit etwa 10 Jahren jedoch befasst man sich intensiver mit dem Krankheitsbild des Tinnitus. So weiß man inzwischen, dass das Tinnitusgeräusch - dessen Ausprägung die gesamte Geräuschpalette vom Summen, Pfeifen, Grillen über das Rauschen eines Wasserfalls bis hin zum Geräusch eines startenden Düsenjets umfasst – im Gehirn erzeugt wird. Das für die Hörverarbeitung zuständige Gehirnareal, der auditorische Kortex, zeigt im Vergleich zu Gesunden bei Tinnituspatienten eine gesteigerte Aktivität.
Es gibt vielfältige Auslöser für den Tinnitus. Sehr häufig entsteht er als Folge von Hörstörungen, von denen viele oft gut behandelt werden können. Im multidisziplinären Tinnituszentrum Regensburg arbeiten u.a. Ärzte und Wissenschaftler aus der HNO, der Psychiatrie und Neurologie eng zusammen, um den Tinnitus der rund 4 Millionen davon betroffenen Menschen in Deutschland erträglicher zu machen.

Vor mehreren Monaten haben das Institut für Datenbanken und Informationssysteme (DBIS), Universität Ulm und die Tinnitus Research Initiative (TRI) das Forschungsprojekt TrackYourTinnitus gestartet. Ziel dieses interdisziplinären Projekts ist es, die individuellen Schwankungen der Tinnituswahrnehmung mittels einer Smartphone App zu erfassen. zum Artikel

Link to TrackYourTinnitus
http://www.trackyourtinnitus.org
Link ti iTunes
iTunes® App StoreSM
Link to Google Play
Google PlayTM Store
Apple, das Apple Logo, und iTunes sind in U.S.A. und anderen Ländern eingetragene Warenzeichen der Apple Inc.. Google Play ist ein Warenzeichen der Google Inc..

Die Tinnitus Research Initiative (TRI) hat erfolgreich Tinnitus-Forschung aus verschiedenen wissenschaftlichen Bereichen zusammengeführt. Das europäische Förderprojekt TINNET, 'Better Understanding the Heterogeneity of Tinnitus to Improve and Develop New Treatments', kann als nächster Schritt angesehen werden. Ziel ist die Koordination und Standardisierung der Tinnitus-Forschung und die Erweiterung einer bereits vorhandenen Datenbank mit Ergebnissen aus klinischen Studien. Dies dürfte zu einer statistisch relevanten Basis für die Tinnitus-Forschung führen. Das Projekt stellt die Möglichkeit in Aussicht, künftig jeden einzelnen Patienten anhand von standardisierten Prozessen individuell begutachten zu können.

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Eine Übersichtsarbeit über die Ursachen und Therapiemöglichkeiten des chronischen Tinnitus unter maßgeblicher Beteiligung von Mitarbeitern des Tinnituszentrums Regensburg wurde in der Septemberausgabe 2013 von „The Lancet Neurology“ (in englischer Sprache) veröffentlicht:

Langguth B, Kreuzer PM, Kleinjung T, De Ridder D. (2013) Tinnitus: causes and clinical management. Lancet Neurol. Sep;12(9):920-30. doi: 10.1016/S1474-4422(13)70160-1.